Solidarisch pilgern – Schritt für Schritt helfen.

Manchmal haben Engel keine Flügel.

Manche Wege suchen wir uns aus.

Andere suchen uns.

Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal den Rucksack aufsetzte und aufbrach, wollte ich nichts anderes als pilgern. Ich freute mich auf das Gehen, auf neue Landschaften, auf die Einfachheit des Unterwegsseins und auf die Erfahrung, Gott auf einem Weg neu zu begegnen.

Damals konnte ich nicht ahnen, dass aus dieser Leidenschaft einmal mehr werden würde als ein persönliches Hobby.

Irgendwann stellte sich mir eine einfache Frage:

Kann das, was mir Freude schenkt, auch anderen Hoffnung schenken?

Aus dieser Frage entstand solidarisch pilgern.

Seitdem verbinde ich meine Pilgerreisen mit Spendenaktionen für soziale Projekte in unserer Heimatregion. Jedes Jahr führt mich ein anderer Weg an ein anderes Ziel. Doch der Gedanke dahinter bleibt derselbe:

Schritt für Schritt helfen.

Aus einer ersten Pilgerreise wurden 7.000 Euro für die Elternwohnung der Villa Kunterbunt.

Es folgten 11.000 Euro für einen Unterstand für obdachlose Frauen des Sozialdienstes katholischer Frauen Trier.

Im Jahr 2026 konnten schließlich 35.000 Euro für die Beratungsstelle des Kinderschutzbundes Trier gesammelt werden.

Diese Erfahrungen haben mich gelehrt, dass viele kleine Schritte gemeinsam Großes bewirken können.

Im Frühjahr 2027 führt mich mein Weg auf den GR 34, den bretonischen Küstenweg. In 25 Wandertagen pilgere ich von Roscoff bis zum Mont-Saint-Michel.

Diese Pilgerreise ist dem Förderverein für krebskranke Kinder Trier gewidmet.

Der Verein stellt Schulavatare zur Verfügung. Sie ermöglichen schwer erkrankten Kindern, trotz langer Krankenhaus- oder Therapiezeiten am Unterricht teilzunehmen und den Kontakt zu ihrer Klasse zu bewahren. Der Bedarf an diesen Avataren ist größer als die Zahl der vorhandenen Geräte. Gleichzeitig müssen sie regelmäßig gewartet werden, damit sie zuverlässig eingesetzt werden können.

Als ich von diesem Projekt erfuhr, hat mich vor allem ein Gedanke bewegt:

Neben der Krankheit droht vielen Kindern noch ein weiterer Verlust – ihr Platz in der Gemeinschaft.

Ein leerer Stuhl im Klassenzimmer erzählt davon.

Der Schulavatar nimmt diesen Platz ein. Er ersetzt das Kind nicht. Er nimmt ihm weder die Krankheit noch die Sorgen. Aber er hält die Verbindung zur Klasse lebendig. Er bewahrt Freundschaften und erinnert jeden Tag daran:

Du gehörst zu uns.

Seitdem begleitet mich ein Satz, der diese Pilgerreise auf besondere Weise beschreibt:

Manchmal haben Engel keine Flügel.

Manchmal stehen sie auf einem Stuhl im Klassenzimmer.

Der Weg zum Mont-Saint-Michel führt zu einem Ort, der seit Jahrhunderten mit dem Erzengel Michael verbunden ist. Michael steht für Schutz, Hoffnung und Begleitung. Auch heute erfahren Menschen solchen Schutz – oft durch andere Menschen, durch gelebte Solidarität und manchmal sogar durch einen Schulavatar, der verhindert, dass ein Kind aus seiner Klassengemeinschaft herausfällt.

Ich lade Sie herzlich ein, diesen Weg mitzugehen.

Nicht zu Fuß.

Aber mit Ihrer Unterstützung.

Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass neue Schulavatare angeschafft und bestehende Geräte zuverlässig gewartet werden können. Sie helfen mit, dass schwer erkrankte Kinder nicht nur am Unterricht teilnehmen können, sondern ihren Platz in der Gemeinschaft behalten.

Ich danke Ihnen herzlich, wenn Sie diesen Weg gemeinsam mit mir gehen.

Denn ich bin überzeugt:

Jeder von uns kann die Welt ein wenig heller machen.

Oft beginnt das mit einem einzigen Schritt.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.